All Lessons in this Module (3)
A
Lektion 17.2Lesezeit: 6 Min.~567 Wörter · normales Tempo

Arbeitsbewertung im Redaktionsgremium: Diskussionskultur, Entscheidungsprotokoll, Annahme, Überarbeitung und Ablehnung

Die glitzernden Texte, die die Vorauswahl bestanden haben, werden in den heiligsten Raum des Magazins geschickt; das heißt, es geht um den „Editorial Board Desk“. Die Redaktion ist nicht die Diktatur einer einzelnen Person, sondern eine kollektive Versammlung redaktioneller Köpfe. An diesem Tisch verteidigt der Lyrikredakteur die Harmonie der Verse, der Aktenredakteur hinterfragt die Tiefe des Themas und der Verlagsleiter beobachtet die allgemeine Veröffentlichungslinie und Seitenverteilung der Zeitschrift. Eine von drei grundlegenden Entscheidungen wird über einen Text getroffen, der auf den Tisch kommt: Direkte Annahme, Antrag auf Überarbeitung oder höfliche Ablehnung. In diesem Kurs lernen wir die literarische Verhandlungskultur innerhalb des Vorstands, die Sensibilität bei der Bitte um Überarbeitung und das objektive Protokoll hinter Ablehnungsentscheidungen kennen.

Was Sie in dieser Lektion lernen werden

  • Führung eines demokratischen, respektvollen und qualitätsorientierten Verhandlungsumfelds bei Redaktionssitzungen
  • Bewerten bzw. Bewerten eines Textes nach den Kriterien „Zeitschrifteneignung, intellektuelle Tiefe, literarische Originalität“
  • Erstellen konkreter und entwicklungsorientierter Revisionsberichte für Texte mit Potenzial, ohne den Autor zu beleidigen
  • In der Lage zu sein, objektive und höfliche redaktionelle Begründungen bereitzustellen, die dem Autor bei Ablehnungsentscheidungen helfen.

1. Schreibtisch des Redaktionsausschusses: Kollektiver Redaktionsgeist

Die Redaktionsmitglieder müssen mindestens 48 Stunden vor der Sitzung am Tisch sitzen, die Texte gelesen und sich Notizen gemacht haben. Den Text zum ersten Mal während des Treffens zu lesen, ist Frivolität. Jeder Rubrikredakteur stellt dem Gremium die aus seinem eigenen Pool ausgewählten Texte vor und argumentiert, warum dieser Text veröffentlicht werden sollte.

Es ist wertvoll, im Gremium widersprüchliche Ansichten zu haben. Während der eine die Handlung des Textes sehr anschaulich findet, mag der andere die Motivation der Charaktere als schwach empfinden. Wichtig ist, dass die Debatte nicht auf persönlichen Vorlieben basiert; Das Publikationsmanifest des Magazins orientiert sich an literarischer Konsistenz und Lesernutzen.

2. Drei grundlegende Entscheidungen: Annahme, Überarbeitung und Ablehnung

Als Ergebnis der Verhandlungen wird eine von drei Möglichkeiten für den Text gewählt: 1) Direkte Annahme: Der Text ist perfekt und wird sofort in den Veröffentlichungskalender und die entsprechende Rubrik aufgenommen. 2) Überarbeitung (Korrektur): Die Idee oder Sprache des Textes ist sehr stark; Es gibt jedoch Mängel in der Handlung, der Länge oder einigen Absätzen. Dem Autor wird die Möglichkeit gegeben, den Text zu verbessern, anstatt ihn abzulehnen. 3) Ablehnung: Es wurde festgestellt, dass der Text nicht dem literarischen Niveau der Zeitschrift, ihrer Veröffentlichungspolitik oder dem Thema der Datei entspricht.

Die wichtigste redaktionelle Fähigkeit ist der Überarbeitungsprozess. Dem Autor wird nicht nur gesagt: „Ihr Text gefällt uns nicht, korrigieren Sie ihn.“; Das chirurgische und konstruktive Feedback wird wie folgt gegeben: „Die Einleitung ist sehr beeindruckend, aber die Datentabelle auf Seite 3 stützt diese Behauptung nicht.“ Wenn Sie es konkretisieren, nehmen wir es gerne in das Programm auf.“

3. Mitteilung der Entscheidung an den Autor und Kommunikationstransparenz

Sobald der Vorstandsbeschluss gefällt ist, ist er dem Autor unverzüglich mitzuteilen. Der Autor sollte nicht monatelang in der Schwebe bleiben. Der akzeptierte Autor wird darüber informiert, in welcher Ausgabe er erscheinen wird und über den Copyright-/Druckplan.

Dem Autor, für den eine Überarbeitung beantragt wird, wird ein eindeutiger Liefertermin mitgeteilt. Dem abgelehnten Autor wird ein höflicher, nicht beleidigender Redaktionsbrief zugesandt, in dem ihm für seine Bemühungen gedankt und seine zukünftige Arbeit ermutigt wird.

Expertenperspektiven & Quellen

Es erfordert Mut, sich umzudrehen, wenn eine Zeitschrift den kulturellen und intellektuellen Puls der Welt verliert. Aber dieser redaktionelle Wandel ist kein Geheimnis; Dies sollte durch einen klaren, ehrlichen und visionären Leitartikel in der ersten Ausgabe begründet werden.

Kernbotschaft für diese Lektion: Bauen Sie einen transparenten und aufrichtigen Dialog mit Ihrer treuen Leserschaft auf, wenn Sie eine radikale Änderung der redaktionellen Politik oder des Formats anstreben.

Tina Brown(Zeitschriftenmanagement und Änderung der redaktionellen AusrichtungWelt · zeitgenössischer Zeitschriftenjournalismus)
Tina Brown · The Vanity Fair Diaries

Für Asım Gültekin sind Zeitschriften lebendige Schulen, in denen junge Menschen ihre ersten Schritte in die Welt des Schreibens und Denkens unternehmen. Er argumentiert, dass Schul- und Fanzine-Veröffentlichungen junge Schriftsteller vor dem passiven Konsumverhalten bewahren und sie zu produktiven und verantwortungsbewussten Intellektuellen machen.

Kernbotschaft für diese Lektion: Jugend- und Schülerzeitschriften sind keine bürokratischen Mitteilungen; Machen Sie daraus einen kostenlosen Workshop, in dem junge Menschen sich furchtlos ausdrücken können.

Asım Gültekin(Jugend-, Schulzeitschrift und KulturschuleTürkiye · 20–21. Jahrhundert)
Türkiye Dergiler Birliği (TÜRDEB)

Praktische Anwendung & Praxisbeispiel

In der Redaktion wird ein Essay eines jungen Autors besprochen. Zwei Redakteuren finden den Artikel zu abstrakt, während dem Chefredakteur der originelle Stil des Autors sehr gefällt. Der Vorstand trifft eine gemeinsame Entscheidung: „Revisionsentscheidung“. Das folgende Feedback wird an den Autor geschrieben: „Wir fanden die philosophische Tiefe in Ihrem Artikel sehr wertvoll; Allerdings müssen die Argumente auf Seite 2 durch konkrete Beispiele aus dem täglichen Leben untermauert werden. Wenn Sie diese beiden Absätze ergänzen und innerhalb von 10 Tagen versenden können, würden wir sie gerne in unsere November-Ausgabe aufnehmen.“ Der Autor nimmt die Überarbeitung vor und ein großartiger Text entsteht.

Hinweis: Nicht ausdrücklich zitierte Beispiele sind didaktische Szenarien; Namen und Zahlen sind illustrativ.

Kritische redaktionelle Warnungen & Fallstricke

  • Entmutigen Sie das Team nicht, indem Sie der Redaktion aufzwingen: „Ich bin der Chefredakteur, ich werde tun, was ich sage.“ Seien Sie offen für Beratung.
  • Wenn Sie eine Überarbeitung anfordern, verfremden Sie den Text nicht so sehr, dass der Stil des Autors zerstört wird.
  • Schreiben Sie Ablehnungsschreiben nicht in einem abfälligen oder herablassenden Ton; Jeder Schriftstellerkandidat kann ein Meisterautor der Zukunft sein.

Zusammenfassung & Kernpunkte

  • Die Redaktion entscheidet mit kollektiver Weisheit; Mitglieder sollten zur Sitzung kommen und die Texte im Voraus lesen.
  • Entscheidungen über die Annahme, Überarbeitung oder Ablehnung von Texten werden anhand objektiver Kriterien getroffen.
  • Der Überarbeitungsbeschluss stellt eine Gelegenheit zur Bereicherung des Textes dar und sollte dem Autor mit konkreten redaktionellen Hinweisen mitgeteilt werden.
  • Entscheidungen sind dem Autor transparent und unverzüglich mitzuteilen und die Bemühungen des Autors sind zu respektieren.
Freier Lesemodus

Haben Sie diese Lektion beendet?

Sie können direkt zur nächsten Lektion übergehen. Lesezeichen, Quizze und Zertifikate werden für eingeschriebene Teilnehmer unseres 100% kostenlosen Programms freigeschaltet.